16. Februar 2011

wennfeldergarten15-3_Zi4Küche

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Nebel.

Die Wäsche ist abgehängt.

Eine alte Frau geht die Strasse hoch. Mütze. Stock. Die Obdachlosen-Baracke heisst Backofen, wie früher alles hier. Daneben wird gebaut, ein neuer Wohnblock der GSW.

Stand hier vorher ein Haus? Ich weiß nicht. Ich gucke. Ich auch. Wohnen Sie hier? Ich Ukraine. Nicht gut deutsch. Wohne hier lange. Gut. Kommt Sonne. Da (im Backofen) nicht gut. Zwei alte Männer. Der will nicht weg, bis er lebt. Aber lebt lebt lebt. Einen schönen Tag Ihnen. Ihnen auch. Gesundheit.

Danke.

Der Straßenverlauf geht so: Französisches Viertel (ehemaliges französisches Kasernengelände, Stadtplanung weltpremiert) – Eisenhutstrasse – Sozialwohnungen (drei & viergeschossig) – Sozialwohnungen (in Wohnblocks, renoviert und weiss gestrichen) – Backofen (Obdachlosen-Baracke) – der Weg aus dem Tal in den Wald (geschottert) – Ergotherapie mit zwei Kühen und Hühnern.

wennfeldergarten15-2a_Schlüssel

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Über smitmans

Künstlerin und Kunstvermittlerin. In meinen Arbeiten untersuche ich, wie Menschen ihr Leben in ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestalten. Dazu erforsche ich konkrete Orte, Gebäude, Landschaften. Meine Ausgangspunkte können sein: ein Tapetenriss in einem verlassenen Gebäude, die Hände eines Kellners, die Arbeitsweste einer Geflüchteten. Damit mache ich gesellschaftliche Codes sichtbar. Meine Medien sind Fotografie, Zeichnung und das bewegte Bild. Ich beobachte Orte und Menschen mit meiner Kamera und führe Interviews. Daraus werden Einzelbilder, Serien, Filme, Bücher und Arbeiten im Raum. Oft entwickele ich meine Installationen in Synthese mit dem Ort der Präsentation. Gefundenes Material wie Tapeten, Zeitschriften und speziell angefertigte Objekte sind Teil der neu geschaffenen visuellen Landschaft.
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3 Antworten zu 16. Februar 2011

  1. smitmans schreibt:

    16th of february 2011

    A foggy day. Somebody took down the laundry. An eldery leady is walking up the street. The shack of the homeless is called the oven. The whole street used to carry that name. Next to it a new construction site for social housing.

    Has here been a building before? I don’t know. I am looking. Me too. Do you live here? Me, I am from Ukraine. No good German. I live here long. Good. Sun. Over there (in the oven) not good. Two old men. He doesn’t want to go away as long he lives. But lives lives lives. A good day you. You to. Health.

    Thank you.

    The street goes like that: the French Quaters (former French army base, now prized for its city planning) – Eisenhutsstr – social housing – the oven – the path leading uphill (not paved) – occupational therapy with 2 cows and chicken.

  2. Joern Schlund schreibt:

    frag die Nachbarn:
    ham se mal n schtaubsauger
    oder gönn se mal dem Schpiegel leihen
    brinks kleich widder

  3. Joachim Beyrowski schreibt:

    Da (im Backofen) nicht gut.
    Fragmente 1966 : Quadratische Bilder an der grauen Wand – bunte Blumen auf schwarzem Hintergrund
    Strom gab es nur wenn man Münzen in den Automaten warf
    Ausgrenzung vom feinsten
    Alle haben versagt auch die Behörden !

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