Gehen

wennfeldergarten_ichgehe

An einem kalten Tag im Januar gehe ich. Es war ein Jahr. Für manche Nachbarin waren es fünfzig.

Ich komme durch die Kellertür. Die letzten gingen, die Haustür zu. Das gab es nie. Das Schloss dreht durch und durch und durch und durch und durch und durch …

Von der Wohnung im zweiten Stock der Blick in die Bäume, über die Häuser, über den Backofen, zum preisgekrönten Viertel und richtung Stadt. Ich gehe durch die Kellertür.

Das Haus ist leer.

Schatten an der Häuserwand. Wäscheleinen. So baut heute keiner mehr.

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Über smitmans

Künstlerin und Kunstvermittlerin. In meinen Arbeiten untersuche ich, wie Menschen ihr Leben in ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestalten. Dazu erforsche ich konkrete Orte, Gebäude, Landschaften. Meine Ausgangspunkte können sein: ein Tapetenriss in einem verlassenen Gebäude, die Hände eines Kellners, die Arbeitsweste einer Geflüchteten. Damit mache ich gesellschaftliche Codes sichtbar. Meine Medien sind Fotografie, Zeichnung und das bewegte Bild. Ich beobachte Orte und Menschen mit meiner Kamera und führe Interviews. Daraus werden Einzelbilder, Serien, Filme, Bücher und Arbeiten im Raum. Oft entwickele ich meine Installationen in Synthese mit dem Ort der Präsentation. Gefundenes Material wie Tapeten, Zeitschriften und speziell angefertigte Objekte sind Teil der neu geschaffenen visuellen Landschaft.
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