Wo ist Görlitz?

Görlitz-Fenster_Schlafen

Görlitz-Fenster_Schlafen

„Görlitz-Zgozelec, Europastadt.

Willkommen in der Stadt, die für viele die schönste Deutschlands ist!

Wenn Sie zum ersten Mal nach Görlitz kommen, werden Sie vor allem von der architektonischen Vielfalt überwältigt sein. Das historische Stadtbild zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Mitteleuropa. (…) Insgesamt 4000 größtenteils sorgfältig restaurierte Baudenkmäler erzählen vom großen Reichtum vergangener Zeiten. (…) Urkundlich erwähnt wurde Görlitz erstmals im Jahre 1071. Die Stadt entstand am Schnittpunkt bedeutender europäischer Handelswege. (…) Den östlich der Neiße gelegenen, kleineren Teil der Stadt bildet seit der Grenzziehung 1945 das eigenständige polnische Zgorzelec. 1998 unterschrieben die Stadtväter die Gründungserklärung einer gemeinsamen Europastadt. Am 20. Oktober 2004 wurde schließlich an historischer Stelle die neue Altstadtbrücke eröffnet. Diese moderne Fußgängerbrücke ist der spürbare Ausdruck des Wunsches nach einem grenzübergreifenden Alltag, zu dem die Doppelstadt Schritt für Schritt gelangen will. (…) Ob böhmisch, schlesisch, französisch oder russisch – die Wirte der Neißestadt halten eine Fülle schmackhafter Verlockungen bereit. (…) Durch die Lage im Dreiländereck eignet sich Görlitz hervorragend als Ausgangspunkt für Reisen in die benachbarten Länder. Prag, Dresden, Breslau und das Riesengebirge liegen vor der Haustür. (…) Rufen Sie uns an. Wir tun alles, um Sie zu begeistern. (…)“ (1)

„Vorteilhafte Kosten, maximale Förderung und qualifiziertes Personal sind wichtige Standortfaktoren für erfolgreiche Unternehmen. (…) Die von der Kulturstiftung der Länder Berlin bei der Stadt Görlitz angeforderte Ergänzung der Vergleichsanalyse zur Görlitzer Bewerbung um Aufnahme auf die deutsche Tentativliste für das Weltkulturerbe wurde am Freitag, dem 6. Dezember fristgerecht eingereicht. (…) Am 6. Januar um 13 Uhr zieht das erste Mal ein deutsch-polnisches Gefolge der „Heiligen Drei Könige“ durch die Städte Görlitz und Zgorzelec. (…) Und auch wenn gerade Weihnachten vor der Tür steht, in der Stadtverwaltung planen wir bereits den nächsten Sommer am See und haben einige Baumaßnahmen vor, die im Frühjahr begonnen werden sollen. Neben einem Spielplatz am Görlitzer Strand, dem Nordoststrand, wird es hier im nächsten Jahr nun endlich fest installierte Sanitäreinrichtungen geben. (…)“ (2)

Görlitz_Bad

Görlitz_Bad

„Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde wie überall im Deutschen Reich die jüdische Bevölkerung systematisch entrechtet und in Konzentrationslager verschleppt. Allerdings vereitelte die Görlitzer Feuerwehr den Versuch, in der Reichspogromnacht 1938 die Görlitzer Synagoge in Brand zu setzen, sodass diese als eine der wenigen Synagogen im heutigen Sachsen größtenteils unversehrt blieb. Im Jahr 1944 wurde das KZ-Außenlager Görlitz eingerichtet. Nachweislich wurden dort über 400 jüdische Häftlinge aus Ungarn, Polen, Tschechien und Russland ermordet oder starben an Krankheiten und Entkräftung. (…) Alle sieben Neißebrücken wurden am 7. Mai 1945 – dem letzten Kriegstag – gegen 19 Uhr durch sich zurückziehende Wehrmachtstruppen gesprengt. (…) Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Görlitz durch die Oder-Neiße-Grenze geteilt. Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt kam unter polnische Verwaltung und wird polnisch Zgorzelec genannt. Die dort ansässige Bevölkerung wurde ab 21. Juni 1945 vertrieben. (…) Mit der Unterzeichnung des Görlitzer Abkommens am 6. Juli 1950 wurde die Oder-Neiße-Grenze zwischen der damaligen Volksrepublik Polen und der Deutschen Demokratischen Republik von beiden Seiten als Staatsgrenze völkerrechtlich anerkannt. (…)“  (3)

(1) Aus der Image-Broschüre der Stadt Görlitz
(2) Von der Webseite der Stadt Görlitz
(3) Aus Wikipedia.de
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Über smitmans

Künstlerin und Kunstvermittlerin. In meinen Arbeiten untersuche ich, wie Menschen ihr Leben in ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestalten. Dazu erforsche ich konkrete Orte, Gebäude, Landschaften. Meine Ausgangspunkte können sein: ein Tapetenriss in einem verlassenen Gebäude, die Hände eines Kellners, die Arbeitsweste einer Geflüchteten. Damit mache ich gesellschaftliche Codes sichtbar. Meine Medien sind Fotografie, Zeichnung und das bewegte Bild. Ich beobachte Orte und Menschen mit meiner Kamera und führe Interviews. Daraus werden Einzelbilder, Serien, Filme, Bücher und Arbeiten im Raum. Oft entwickele ich meine Installationen in Synthese mit dem Ort der Präsentation. Gefundenes Material wie Tapeten, Zeitschriften und speziell angefertigte Objekte sind Teil der neu geschaffenen visuellen Landschaft.
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