Eisenhut-Schneemann

EisenhutSchneemann

EisenhutSchneemann

Weihnachten war weiß. Jetzt regnet’s.

Das Haus, vor dem der Schneemann steht, war jahrelang und bis vor einiger Zeit, eine Garage. So habe ich es in Erinnerung. Vielleicht war es auch etwas anderes. Aber es war dreckigdunkelgelb, verlassen und irgendetwas daran war braun. Das Dach? Die Garagentüren?

Jemand erzählte, es war ein kleiner Laden – zu der Zeit als der Wennfelder Garten noch Backofen war. Aber es scheint damals an jeder Ecke einen Laden gegeben zu haben – wenn ich den Fingerzeigen folge, die mit den Erzählungen einhergehen. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor – ich höre von den Orten von damals, gesehen – außer vor meinem inneren Auge – habe ich sie nicht.

Dann plötzlich: Baubeginn – wie ein Phönix aus der Asche. Daran denke ich, wenn ich täglich, mehrmals täglich, an diesem Haus vorbei gehe. Und bewundere, mich wundere, freue, wie das sein kann.

Wer weiß noch, was vorher dort war?

EisenhutSchneemannHaus

EisenhutSchneemannHaus

Advertisements

Über smitmans

Künstlerin und Kunstvermittlerin. In meinen Arbeiten untersuche ich, wie Menschen ihr Leben in ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestalten. Dazu erforsche ich konkrete Orte, Gebäude, Landschaften. Meine Ausgangspunkte können sein: ein Tapetenriss in einem verlassenen Gebäude, die Hände eines Kellners, die Arbeitsweste einer Geflüchteten. Damit mache ich gesellschaftliche Codes sichtbar. Meine Medien sind Fotografie, Zeichnung und das bewegte Bild. Ich beobachte Orte und Menschen mit meiner Kamera und führe Interviews. Daraus werden Einzelbilder, Serien, Filme, Bücher und Arbeiten im Raum. Oft entwickele ich meine Installationen in Synthese mit dem Ort der Präsentation. Gefundenes Material wie Tapeten, Zeitschriften und speziell angefertigte Objekte sind Teil der neu geschaffenen visuellen Landschaft.
Dieser Beitrag wurde unter geschichte, tagebuch abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.