Archiv der Kategorie: tagebuch

Licht, blau, Blume, grün.

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Armut ist kein Fluchtgrund

Ich habe M. nie gefragt, ob der Spiegel ihr gefällt in der Wohnung, die ihr zugewiesen wurde. Er war gut für mein Selbstporträt. Armut ist kein Fluchtgrund. Albanien ist ein sicheres Herkunftsland. So ist das Gesetz. Es ist nicht mein … Weiterlesen

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Es riecht

Ich rieche den Abriss. Die Häuser standen lange schon kahl, dunkel, leer, die Fenster matter pro Woche. Die Feuchtigkeit floß langsam wie trockene Ströme an den Fassaden hinab. Das Mauergerippe drang von innen an die Außenwände – an exakter dunkler … Weiterlesen

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Am Ende des Winters sterben die Leut…

Mein Vater war als Sternzeichen Fische. Er hat überall mal einen Fisch gefunden: als Teller, als Magnet, als Kettenanhänger. Er sammelte Engel und Fische – in bescheidener Zahl. Das zur Erklärung des letzten Bildes. Die Fische habe ich in einem … Weiterlesen

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Görlitzer Fische

  Ich treffe den Nachbarn auf der Straße. „Professor“ hat ihn eine andere Nachbarin mal genannt. Seit Jahren scheint mir, sieht er gleich aus, wie er läuft mit seinem Stock. Doch auch er wird älter. Wir haben festgestellt, dass wir … Weiterlesen

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Neuer Blick

Winterkälte, Nebel. Im Wald haben die Spinnfäden Kristalle gebildet. So fein, dass sie sich auflösen im ersten Sonnenstrahl – ohne Diamantengefunkel. (Ich wusste garnicht, dass es so viele Spinnen gibt Anfang Dezember.) Der Atem lässt das Haar gefrieren. Pünktlich am … Weiterlesen

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Leerstand

  Jetzt stehen die Häuser leer. Fast. In einer Wohnung sitzt ein altes russisches Ehepaar auf gepackten Koffern. Hinter einem anderen Fenster stapeln sich Kisten. Aus einem dritten scheint Licht in der Nacht. Teilweise sind sie ok, die gehen mussten. … Weiterlesen

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Die längste Zeit

Am Himmel grummelt’s. Gelbe Wolken. Lilablau. Der weiße Plastikstuhl ist den ganzen Tag auf der Wiese immer wieder ein Stück gewandert. Schattensuche. Die Fenster der Wohnungen stehen offen. Hitze. Endlich. Ramadan. Zur längsten Tageszeit des Jahres. Von halb vier bis … Weiterlesen

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Wohn-Gespräche

Der alte Nachbar unten auf der Wiese zum alten Nachbar oben im Fenster: „Wir gehen in die Breslauer Straße. Das ist fast da hinten bei der Bank.“ (Die Ende des Monats schließt.) Er zuckt mit den Schultern. „Aber Sie müssen … Weiterlesen

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Ein Jahr Deutschland

Ein Jahr Deutschland. Ein Jahr ankommen, sich organisieren, zugewiesen werden an einen Wohnort, sich orientieren. Ankommen. Ein Jahr zu Ämtern gehen, Formulare ausfüllen, Fragen beantworten, hoffen, daß Dolmetscher da sind, gedolmetscht werden, fragen, nicht verstehen, nicht verstanden werden, begreifen. Unterstützung … Weiterlesen

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